Das gesamte IROC Team wünscht Ihnen besinnliche und harmonische Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Die Augenklinik ist vom 22. Dezember bis zum 2. Januar geschlossen.
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Grüner Star / Glaukom

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Galukom – eine hinterlistige Erkrankung

Glaukom (Grüner Star) ist eine Erkrankung, bei der das Gleichgewicht zwischen dem Augendruck und der Durchblutung der Nervenfasern bzw. des Sehnervs gestört ist. Diese Störung des Gleichgewichts verursacht einen langsamen Verlust der Nervenfasern. Die Zerstörung der Nervenfasern verursacht keine Alarmsignale des Körpers.


Diagnose Glaukom


Gesunder Sehnerv

Geschädigter Sehnerv (Glaukom)


50 % der Menschen, die an Glaukom erkrankt sind, sind sich dessen nicht bewusst. Bis zu 1/3 der Glaukom-Patienten haben einen normalen Augendruck (<21mmHg). Glaukom verursacht keine Symptome, erst in sehr fortgeschrittenem Stadium bemerkt der Patient Gesichtsfeldausfälle. Ein erhöhter Augendruck ist nicht gleichbedeutend mit einem Glaukom.


Es gibt doppelt so viele Menschen, die einen erhöhten Augendruck haben, wie Menschen, die an einem Glaukom erkrankt sind.


Beruteilung des Sehnervs, ob eine Aushöhlung vorhanden ist.


3D Darstellung gesunden Sehnerv

3D Darstellung geschädigter Sehnerv (Glaukom)


Das Ziel der Behandlung ist es, den weiteren Verfall der Nervenfasern aufzuhalten. Funktionelle Schäden wie Gesichtsfeldeinschränkungen können auch bei einer adäquaten Behandlung nicht mehr behoben werden.

Um die Erkrankung aufzuhalten, wird ein individueller Zieldruck anhand der anatomischen und funktionellen Schäden sowie der Risikofaktoren bestimmt. Derzeit haben wir kein Mittel, das die Durchblutung effektiv verbessert oder die Nervenfaser stabilisiert, sodass ein erhöhter Druck keinen Schaden an den Nervenzellen verursacht.

Der therapeutische Zieldruck kann mit Augentropfen, Laserbehandlung oder auch operativ erreicht werden. 

Behandlungsablauf


Die SLT-Behandlung ist das Mittel der ersten Wahl bei der Therapie der okularen Hypertension oder des Glaukoms. Der Laser hinterlässt keine Spuren am Gewebe oder Narben. Die Behandlung verursacht eine Reaktion des Körpers auf den Laserpuls.

Die Verbesserung des Kammerwasserabflusses und die daraus folgende Drucksenkung werden durch die Reaktion des Körpers erzeugt. SLT ist eine patientenfreundliche Behandlung, die die Lebensqualität erhöht.




Die Behandlung wird am Kammerwinkel mittels eines Kontaktglases appliziert. Sie wird an der Spaltlampe durchgeführt. Bei der SLT werden 50 Lasereffekte pro 180° gesetzt. Der Kammerwinkel ist der Ort wo das Kammerwasser aus dem Auge abfließt. Die SLT wird mit einem frequenzverdoppelten 532-nm-Nd:YAG-Laser durchgeführt. Die Dauer eines Impulses ist 3ns (0,000000003 Sekunden). Die Behandlung ist nicht schmerzhaft.
Der Puls führt zu einer körpereigenen Reaktion, die den Abfluss fördert. Es entsteht kein thermischer Schaden auf Ebene der nicht pigmentierten Zellen oder der anderen Strukturen des Trabekelmaschenwerks.



Bei den behandelten Patienten lassen sich nach der SLT eine Verbesserung des Kammerwasserabflusses von etwa 40 % und eine Augeninnendrucksenkung von etwa 30 % erreichen. Dieser Effekt ist gleichwertig zu den effektivsten Augentropfen. Die Wirkung der SLT lässt mit der Zeit nach. Die Erfolgsquote nach einem Jahr liegt bei 80 %, die nach 5 Jahren nur noch bei etwa 50 %. Die SLT-Anwendung kann wiederholt werden. Die SLT senkt auch am Partnerauge den Augeninnendruck, dieser Effekt ist allerdings nur kurzeitig und geringer.

Fragen und Antworten

Wie wird die Diagnose Glaukom gestellt?

Ärztliche Untersuchung:
  • ●  Augendruck und Hornhautdicke Messungen.
  • ●  Untersuchung des Kammerwinkels, ob der Kammerwasser Abfluss aus dem Auge gestört ist.
  • ●  Beurteilung des Sehnervs, ob eine Aushöhlung des Sehnervs vorhanden ist.

Funktionelle Messungen:
  • ●  Gesichtsfeld Untersuchung – Veränderungen sind erst bei einem Nervenfaserverlust von mehr als 25% erkennbar. Die Erkrankung ist schon fortgeschritten bevor Sie es bemerken.

Anatomische Messungen
  • ●  Messung der Dicke der Nervenfasern am Sehnerv und im Zentrum der Netzhaut sowie der Randsaumfläche des Sehnervs.

Existieren bestimmte Risikofaktoren?

Ja, unter anderem folgende:
  • ●  Erhöhter Augendruck (>21mmHg).
  • ●  Alter – mit 40 Jahren ist die Häufigkeit des Glaukoms 0.6%, mit 80 Jahren beträgt sie 7.4%.
  • ●  Genetik – das Risiko ist 2-4-mal erhöht, wenn Verwandte ersten Grades Glaukom haben.
  • ●  Dünne Hornhaut (<500μm).
  • ●  Niedriger Blutdruck.
  • ●  Herkunft – Afrikaner haben die höchste Glaukom Rate, Asiaten die Niedrigste.
  • ●  Geschlecht – Frauen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit an Glaukom zu erkranken.

Existieren verschiedene operative Möglichkeiten?

Ja.
  • 1. Ein alternativer Abflussweg wird geschaffen.
  • 2. Der herkömmliche Abflusskanal wird erweitert
  • 3. Das Gewebe, welches das Kammerwasser produziert, wird zerstört.

Ist Glaukom eine einseitige oder beidseitige Erkrankung?

Glaukom ist eine beidseitige Erkrankung. Oft präsentiert sich die Erkrankung asymmetrisch, ein Auge ist beschädigt und das andere nicht. Das Fortschreiten des Glaukoms ist in jedem Auge unterschiedlich. Deswegen werden immer beide Augen behandelt.

Hat der Blutdruck einen Einfluss auf den Augendruck?

Ja, aber der ist geringfügig. Jede Erhöhung vom Blutdruck um 10mmHg macht eine Erhöhung von 0.2 bis 0.3 mmHg vom Augendruck.

Hat die Spanne der täglichen Augendruckschwankungen einen Einfluss auf das Glaukom?

Patienten mit Augendruckschwankungen von mehr als 5 mmHg am Tag haben ein höheres Risiko des Fortschreitens des glaukomatösen Schadens.

Ist eine Laser-Behandlung des Glaukoms möglich?

Der Augendruck kann mit einer selektiven Trabekuloplastik gesenkt werden. Menschen mit erhöhten Augendruck, Normaldruck-Glaukom oder Offenwinkel-Glaukom können mittels eines Lasers behandelt werden. Die Behandlung mit diesem Niedrig- Energielaser, am Abflusskanal des Auges, erzeugt eine physiologische Reaktion des Körpers, ohne dass eine Augenstruktur beschädigt wird. Das Auge reagiert auf die Lasereffekte mit Ausschüttung von Substraten, die die Verbindungen zwischen den Zellen auflockern und einen größeren Durchlass ermöglichen. Zusätzlich werden Zellen „gerufen“, die den Zufluss zum Kanal reinigen.

Darf man Kontaktlinsen tragen, wenn man an Glaukom erkrankt ist?

Patienten nach einer selektiven Laser-Trabekuloplastik dürfen Kontaktlinsen tragen; Patienten, die mit Augentropfen behandelt werden, ebenfalls. Bei manchen Präparaten sollte nur getropft werden, wenn keine Kontaktlinsen im Auge sind. Nach einigen Glaukom-Operationen ist das Tragen von Kontaktlinsen nicht möglich.

Kann bei einem Glaukom-Patienten eine refraktive Lasik-Behandlung durchgeführt werden?

Bei der LASIK-Behandlung ist der Augendruck für eine kurze Zeit sehr hoch. Bei Patienten mit einer fortgeschrittenen Erkrankung kann es zu weiteren Schäden führen. Ansonsten ist eine LASIK-Behandlung möglich.

Hat eine Katarakt-Operation Einfluss auf das Glaukom?

Bei etwa 1/3 der Patienten erreicht die Katarakt-Operation eine signifikante Augendrucksenkung, die eine Minderung der Therapie ermöglicht.

Haben Kortison-Präparate einen Einfluss auf den Augendruck?

Etwa 10% der Menschen reagieren auf Kortison(in jeder Verabreichungsform: Tabletten, Salben, Inhalationen oder Augentropfen) mit Augendruckerhöhung. Es ist Dosis unabhängig und nicht Zeit bedingt.

Ist Alkohol schädlich für den Patienten?

Nein. Alkohol senkt den Augendruck leicht.

Hat sportliche Betätigung einen Einfluss auf das Glaukom?

Ja. Menschen, die sich sportlich betätigen haben einen niedrigeren Augendruck als Menschen, die sich nicht sportlich betätigen.

Preise

SLT-Behandlung

Die Kosten werden von der Krankenkassengrundversicherung übernommen.

CHF 215.-